Wie die Ahlul Bayt News Agency ABNA berichet, sollen bei einem Bootsunglück vor der libyschen Küste etwa 250 Menschen ums Leben gekommen sein, als ihr Boot aufgrund der Überladung kenterte.
Die somalischen Flüchtlinge sollen jedoch als vermisst gemeldet worden sein, und über deren Kondition ist derzeit nichts bekannt, da keine Informationen vorlägen.
Den internationalen Informationen zu Folge soll das Boot Flüchtlinge aus Somalia, Nigeria, Bangladesch, der Elfenbeinküste, Chad und Sudan an Board gehabt haben. Etwa 40 frauen und fünf Kinder befanden sich ebenfalls an Board als es kenterte und sank.
Die italienische Küstnewache hat mit Fluggeräten nach möglichen Überlebenden gesucht, doch die schlechte Wetterlage hatte die Suchaktion erschwert, und die Rettungsaktionen behindert.
Der Influx an Flüchtlingen nach Italien ist etwa zwei Monate nach Ausbruch der Unruhen in Libyen und Tunesien aufgeflammt. Eine große Anzahl an Flüchtlingen fliehen derzeit per Seeweg und auch Landweg aus ihren Ländern, um den Kampfhandlungen zu entkommen.
Die italienische Küstenwache schätzte die Zahl der Flüchtlinge in den letzten Monaten auf etwa 22 000 Menschen, die nach Ausbruch der Unruhen nach Italien geflüchtet waren.
Rom hat die Europäische Union dazu aufgefordert, den Flüchtlingsstrom zu stoppen, und Maßnahmen einzuleiten, um die Grenzsicherheit in Libyen und Tunesien zu garantieren.
Der italienische Außenminister Franco Frattini sagte dass etwa 300 000 Libyer in den nächsten Wochen die Flucht antreten werden, und in Italien erwartet werden.
Der blutige Kampf Gadhafis gegen seine eigene Bevölkerung hat im Land viele Feinde gefunden. Durch die Verschärfung der Situation durch die Einmischung ausländischer Regierungen, wurde die Wahrscheinlichkeit dass noch mehr Flüchtlinge aus der Gegend nach Italien ablegen, und wohlmöglich mit ihrem Leben bezahlen, erhöht.
6 April 2011 - 19:30
News ID: 235325
Mindestens 250 Menschen sollen bei einem Bootsunglück vor der libyschen Küste getötet worden sein.